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A40/A448 Autobahndreieck Bochum-West macht Verkehr im Revier flüssiger

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Herausgegeben von in StVo and more ·
Die einstige A40-Anschlussstelle Bochum-Stahlhausen und der Anschluss an den zur A448 ausgebauten Bochumer Außenring (Donezk-Ring) bilden jetzt das neue "Autobahndreieck Bochum-West".  Zur Verkehrsfreigabe am Montag (22.6.) konnte Straßen.NRW hohen Besuch "tief im Westen" begrüßen: Mit vereinten Kräften zogen Norbert Lammert, Bundestagspräsident und gebürtiger Bochumer, Staatssekretär Enak Ferlemann und Landesverkehrsminister Michael Groschek symbolisch die letzten Markierungslinien auf der A40.

Anlässlich der Verkehrsfreigabe sagte Lammert: "Das Verkehrskonzept 'Mittleres Ruhrgebiet' hat überragende Bedeutung nicht nur für die Stärkung und Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für die Lebensqualität wie die wirtschaftlichen Perspektiven der Region. Die Stadt Bochum ist noch mehr als die Nachbarstädte davon begünstigt. Die Freude über die Fertigstellung des Bochumer Kreuzes mit den bereits erfolgten und weiteren Investitionen von insgesamt über 200 Millionen Euro wird ein wenig getrübt durch den Zeitraum von rund 20 Jahren zwischen der damaligen Vereinbarung zwischen Bund und Land in den Jahren 1997/98 und dem voraussichtlichen Abschluss 2018 mit der Verbindung der neuen A 448 (Sheffieldring) an die A 44."

Ferlemann unterstrich: "Mit den heute für den Verkehr freigegebenen Autobahnabschnitten wird eine neue West-Ost-Verbindung am Südrand der Kernzone des Ruhrgebietes geschaffen. Dies stellt eine Verbindungsalternative zur A 40 für den weiträumigen West-Ost-Verkehr dar und erleichtert den lokalen und zwischenörtlichen Verkehr des südlichen Ballungsraumes im Ruhrgebiet."

"Die  'Bochumer Lösung' ist ein wesentlicher Baustein im Gesamtkonzept zur Lösung der überaus angespannten verkehrlichen Situation hier im Revier", sagte Groschek. Mit dem Ausbau der A40 zwischen Gelsenkirchen-Süd und Bochum-Stahlhausen, vor allem aber mit der Anbindung der A40 an die neue A448 werde der "Ruhrschnellweg" zwischen Bochum-Stahlhausen und dem Kreuz Bochum entlastet.
"Mit den jetzt fertiggestellten Bauabschnitten hat der Landesbetrieb drei der vier Bestandteile der Bochumer Lösung erfolgreich umgesetzt". Winfried Pudenz, Hauptgeschäftsführer von Straßen.NRW, weiter: "Am vierten und letzten Teil dieses ebenso ambitionierten wie komplexen Projektes arbeiten wir mit Hochdruck." Mitte 2018 soll der Neubau der Querspange A448 als Verbindung zwischen dem Bochumer Außenring (Nordhausen-Ring) und dem Autobahnkreuz Bochum/Witten (A43/A44) befahrbar sein.

Die sechs Fahrspuren der A40 bei Bochum-Stahlhausen - drei pro Fahrtrichtung - und die Zufahrten auf die A448 stehen den Verkehrsteilnehmern seit Montagabend (22.6.) baustellenfrei zur Verfügung. In ein paar Wochen stehen dann allerdings noch Restarbeiten an, die erst erledigt werden können, wenn die Fahrbahn eingefahren ist, kündigte Straßen.NRW an.

Die A40 ist eine alte, historisch gewachsene Strecke und heutzutage eine der wichtigsten Verkehrsachsen im Herzen des Ruhrgebietes. Zwei Merkmale kennzeichnen die A40 zwischen Duisburg und Dortmund: die dichte Folge der Anschlussstellen - und das hohe Verkehrsaufkommen, das gerade in der "Rushhour" zu Staus führt. Allein im Bereich Bochum sind auf der Autobahn täglich rund 100.000 Fahrzeuge unterwegs, darunter viele Pendler.

Das Autobahndreieck Bochum-West

Der offizielle Startschuss für den rund 90 Millionen Euro teuren Um- und Ausbau der Anschlussstelle Bochum-Stahlhausen zum Autobahndreieck (AD) Bochum-West fiel im Januar 2010. Der Plan, den Donezk-Ring künftig als A448 direkt an die A40 anzuschließen, hatte die Neugestaltung erforderlich gemacht. Rund 250.000 m³ Erde wurde innerhalb der Baustelle bewegt, ca. 120.000 m² Asphalt verbaut, 6.000 Meter Schutzplanken gesetzt, 1.100 Meter Lärmschutzwände und 10.000 Meter Betongleitwände gebaut. Sechs Brücken sind entstanden, um die neue Verbindung besonders leistungsfähig zu gestalten. Die Wattenscheider Straße wurde nach Osten verlegt, knapp sieben Kilometer Straßenbahnschienen neu verlegt. Die Wattenscheider Straße bildet nun eine Kreuzung mit der Hansa- und Darpestraße. Dadurch wird die Wattenscheider Innenstadt in Zukunft vom Durchgangsverkehr aus Gelsenkirchen entlastet. Die Darpestraße wurde aufgrund des Ausbaus der Autobahn verlegt und zwischen Hansastraße und der Bahnüberführung neu gebaut. Die für die Maßnahmen erforderlichen Eingriffe in die Natur  hat der Landesbetrieb durch umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen - insgesamt circa 19 Hektar - kompensiert, etwa durch Bäume und Sträucher in der Dahlhauser Heide und in Eppendorf.

Die A448 mit dem Tunnel "Rombacher Hütte"

Der Streckenabschnitt des Bochumer Außenringes zwischen dem Autobahndreieck Bochum-West bis zur Anschlussstelle Bochum-Süd (Königsallee) bildet künftig die A448. Die Straßen-NRW-Niederlassung Ruhr musste die ehemals städtische Straße umfangreich umbauen, damit sie den Anforderungen einer Autobahn entspricht. Die Fahrbahn (Decke und Unterbau), die Entwässerungsanlagen sowie die Schutzeinrichtungen, Markierungen und Beschilderungen entlang der Strecke) wurden erneuert. Brücken und Stützwände wurden instandgesetzt.

Den zweiröhrigen und rund 560 Meter langen Tunnel "Rombacher Hütte" musste Straßen.NRW ebenfalls umbauen. Er erhielt unter anderem eine komplett neue betriebstechnische Ausstattung. Baubeginn für die A448 mit dem Tunnel "Rombacher Hütte" war im Juni 2012. Die Kosten liegen bei rund 31 Millionen Euro und werden, wie auch beim AD Bochum-West, größtenteils vom Bund getragen.

Quelle & Pressekontakt: Ingrid Scholtz, Telefon +49-209-3808-333



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